Mittwoch, 30. Juli 2008

Haarige Angelegenheit…

Moin,

da ich nu schon länger nichts mehr gepostet hab, wird’s mal wieder Zeit!

Als erstes nochmal vielen Dank für die reichlichen Glückwünsche und Grüße die mich zu meinem Geburtstag erreicht haben. Hat mich sehr gefreut!
Wie Semmel ja schon berichtet hat war die Feier recht ordentlich. :-)
Nachdem mir den ganzen Tag nicht so wirklich nach Geburtstag zu Mute war, so weit weg von zuhaus, war der Abend mit den Jungs dann doch noch ein voller Erfolg und hat verdammt viel Spaß gemacht! Wofür ich meinen Mitbewohnern und vor allem Seba und Semmel verdammt dankbar bin!


Kurzer Nachtrag zum letzten Wochenende...

Wie wir inzwischen erfahren haben (von deutschen Auswanderern die wir im Aldi getroffen haben) befinden wir uns in einem der kältesten Australischen Winter seit langem. Schön doof! :-(

Demnach war das Wetter am Wochenende auch eher bescheiden und größere Unternehmungen fielen aus. Doch zum Glück konnten wir uns am Sonntagabend trotzdem noch dazu aufraffen ein Bierchen trinken zu gehen! Also sind wir zusammen mit Andreas, seiner Freundin Sofie und Mohamed losgezogen um das „Harp“ zu erkunden. Andreas berichtete dass es der einzige Laden sei, in dem am Sonntag was los wäre. Doch dass auch jeden Sonntag live Musik zum Besten gegeben wird, hat er verschwiegen! Daher waren wir freudig überrascht als uns schon auf der Straße vernünftige Musik entgegen schallte! Man muss dazu sagen, dass in Australien an sich, in Bars und Clubs eher House und Dance aufgelegt wird. Was mir, wie auch Semmel jetzt nicht sooo zusagt! Die Australische 4 Mann Coverband hat von Blur, den Foo Fighters über Green Day bis hin zu Brian Adams so einiges gespielt… Moment, ich glaub gehämmert würde es wohl eher treffen!! Der Drummer hat leider nur einen Takt drauf gehabt. Welcher ziemlich schnell und nicht immer passend war. Qualitativ hätte er besser in ein drittklassiges Schützen- Orchester gepasst. Nichts desto trotz, die Stimmung in dem Laden war weltklasse und unserer guten Laune konnte das eh nichts anhaben.
2-3 Pilsetten später haben wir dann festgestellt, dass wir dieses Semester wohl noch mehrere Sonntagabende hier verbringen werden! ;-) So haben wir dann den Abend ausklingen lassen und sind nachhause als die Musik vestummte.

Soviel zum Wochenende. Jetzt komm ich noch zu einem im wahrsten Sinne des Wortes einschneidendes Erlebnis! Semmel hat sich als Friseur versucht!!
Was nicht weiter schlimm wäre, wenn er es nicht an mir getan hätte!! Nachdem wir am Dienstagabend noch lecker ne Lasagne verhaftet haben, wurde frisch drauf los rasiert! Nachdem der Übergang an den Seiten nichts wurde, hab, ich mich für ne klare Kannte entschieden! Muss man Semmel lassen, dass kann er der alte Punker! Gewöhnungsbedürftig, aber gefällt! ;o)

Besten Dank Semmel!
Genug der Worte, Fotos gibt’s im Album!


Soweit erst mal. Wünsch Allen daheim einen großartigen Sommer!
Genießt die Sonne und was sonst noch so dazu gehört! Und allen Studenten, schöne Semesterferien!

See ya,
Hauke

Montag, 28. Juli 2008

Impressions


Hey alles fit zu hause. Ich hoffe doch. Bei uns ist immer noch alles in Ordnung.
@ Daniel: Freut mich zu hören das meiner Pflanze gut geht. Soll irgendwann eigentlich mal ein spanischer Busch werden. Halt mich mal auf dem Laufenden was daraus wird.

Wollte euch mal ein wenig an meinen bisherigen Eindrücken teilhaben lassen. Also zunächst fliegen hier viele lustige Vögel rum. Es ist echt ein ungewohnter Anblick Papageien und andere bunte Vögel (keine Punks) in „freier Wildbahn“ zu sehen. Die ollen Biester machen nachts auf den Palmen einen ganz schönen Krach. Es ist auch ein ungewohntes Bild überall Palmen zu sehen. Man kann den Eindruck bekommen, dass hier Palmen so etwas wie unsere heimische Bäume sind.

Was den Australier an sich angeht, kann ich nix negatives sagen. Bis jetzt waren alle frisch kennengelernten Aussis sehr umgänglich und nett. Andreas erzählte jedoch, das Wollongong eine Arbeiterstadt ist. In einigen Bezirken sind Studenten und Reisende nicht sehr gerne gesehen. Sie „klauen“ die Arbeitsplätze. Er hat es ein wenig mit Kiel – Garden verglichen. Bin aber sehr froh über Tom einige Australier kennen gelernt zu haben, die uns auch mit auf „Schlür“ nehmen. Was will man mehr, man ist neu irgendwo und darf mit Menschen losziehen die diesen Ort ihre Heimat nennen. Heimat ist auch ein gutes Schlagwort. Was ist Heimat? Denke Heimat ist ein Gefühl zu einem Ort an dem es liebe Menschen gibt die man vermisst. Ich bin der Meinung es gibt nicht nur eine Heimat.

Eine Anmerkung will jedoch noch machen. Bis zum jetzigen Stand kann ich Australien zum Reisen empfehlen. Ein wenig schwer zu verdauen sind jedoch die hohen Lebensmittelkosten. Auch wird nicht nur von Studenten an jeder Ecke und für alles Geld genommen. Die hiesige Regierung hat z.B. beschlossen den internationalen Studenten kein Semesterticket zu geben. Auch ist Internet hier ein Problem. Das freizugängliche Uni-Netz ist mit einer bescheiden Geschwindigkeit ausgestattetet und der Rahmen des frei verfügbar Internetvolumen ist auch gering. Das öffentliche und kostenpflichtige Netz ist auch nicht das schnellste.
Schön und gut Ausgestattet sind jedoch Bibliothek und die Vorlesungsräume, auch die Bediensteten der Uni sind sehr Hilfsbereit bei fragen.
Ein komplettes Studium ist ziemlich teuer, nicht nur die Bücher. Im Schnitt gibt jeder ordentliche Student $500 pro Semester für Bücher aus. In Hinsicht auf die Nutzung und Verbreitung von Lehrmaterial ist unsere Hochschule auf diesem Gebiet weiter.
Ich bin auf mein Resümee nach einem halben Jahr hier gespannt.

Ach eine Sache noch, es ist beeindruckend, dass Deutschland obwohl nur ein kleiner Fleck auf der Welt, so bekannt ist. Professoren geben Beispiele von deutschen Produkten in ihren Vorlesungen. Mir wurde auch von Australiern erzählt, wenn ein Arzt medizinische Geräte anschafft dann Made in Germany. Also noch haben wir Qualität und sollten diese auch beibehalten. Nicht immer nur günstig, günstig sondern auch an Qualität denken. (Kleiner Hinweis an die BWL´er. Nicht immer nur an das Geld denken sondern vllt. auch mal schauen was das Produkt überhaupt ausmacht).

Will aber niemanden langweilen und hebe mir die Themen für zu hause auf. Freu mich drauf einen regen Meinungsaustausch zu praktizieren.

Ach an alle Badischen Leute unter euch (gell Tine, Daniel). Wir sind es jetzt auch….
Dank einer Telefon Verbindung zu Hauke und seinem direkten Draht zu Google haben wir es geschafft. Der Beweis ist oben auf dem Foto. HEHEHE

In diesem Sinne
YEAH
Semmel

Sonntag, 27. Juli 2008

Lamm, Wurst, Magenschmerzen

Nach dem Tom, mich und Semmel am Freitag für das ganze Wochenende in Richtung Sydney verlassen hatte um dort zu arbeiten, beschlossen wir erstmal Deutsche Gemütlichkeit in die Bude zu bringen. Wir kochten eine runde und ließen den Abwasch dann erstmal abwasch sein. Was es gab lässt sich ja schon anhand der Überschrift erahnen, Semmel hatte ein paar Tage zuvor bei Aldi ein Paar undefinierbare Würste gekauft, stand leider auch nicht auf der Packung was drin ist. Die meisten von euch wissen ja, wenn der Westfale an sich, sich erstmal was in den Kopf setzt ist er schwer davon abzubringen. Also gab es diese Würste am Freitag, beim anbraten merkten wir schon „oh das riecht aber stark nach Lamm“, ich glaub das war eher ein ziemlich alter Hammel der da verwurstet wurde. Nach dem wir dann tapfer gegessen hatten, merkte ich schon wie es in meinem Magen rumorte und dachte nur „verdammt kein Schnaps im Haus“, so teilten wir uns brüderlich das letzte Bier aus dem Kühlschrank und dann ging es auch schon wieder.
Am Mittwoch hatte uns Semmel für Freitag schon quasi ein Date mit den Mädels (Scion und Penny) von unserem Sydney Ausflug verschafft, aber irgendwie waren wir noch nicht so richtig motiviert. Wir waren schon kurz davor abzusagen, da viel uns ein das die Mädels uns zeigen wollten wo es günstige Cocktails gibt, also bewegten wir uns doch gegen 20.00 Uhr zum vereinbarten Treffpunkt, dort wartete schon Scion auf uns und wir gingen in ein Italienisches Lokal. Wo Pennie und eine Weitere Freundin (Ami) auf uns warteten, nach einer kurzen Begrüßung stürzten Wir uns auf die Cocktail Karte und sondierten die Preise (waren echt OK für Australien). Wir bestellten uns das stärkste was auf der Karte auszumachen war und das war ein „Long Island Ice Tee“, aber schon nach dem ersten Schluck fragten wir uns was ist denn das für ein Gesöff und ist da überhaupt Alkohol drin!? Der zweite Cocktail war ein „Orange Truffel“, schmeckte aber auch nur nach Saft, 45 Minuten zu spät trudelte dann auch mal Hauke mit seinem Mitbewohner Andreas ein sowie eine weitere Freundin von Pennie ihr Name war Elenor kurz „L“. Als wir dann endlich komplett waren zogen wir weiter in eine andere Bar, wo „L“ mir den Unterschied zwischen Rugby und Foody zu erklären versuchte (habs bis heut nicht geschnitten). Während Hauke inzwischen völlig von Pennie vereinnahmt wurde (hat Sie schon in Sydney gemacht), hielten Semmel und ich mal hier und da smalltalk, je länger der Abend andauert desto besser lief es mal wieder mit der englischen Sprache (warum nur?), manchmal kahm man(n) auch einfach nur mit einem Grinsen im Gesicht und einem Yeah weiter, obwohl man kein Wort verstanden hat. Dann ist noch Andreas Freundin Sofie dazu gekommen und nach einiger Zeit zogen wir mal wieder weiter in ein Billardpub. Da haben wir den Abend mit ein paar Runden Pool und Bier ausklingen lassen.

Liebe Grüße,
Sebastian

Mittwoch, 23. Juli 2008

Haukes Geburtstag

Gestern war Haukes Geburtstag. Wir haben den Tag an der Uni verbracht und sind auf dem Rückweg von der Uni bei uns vorbei und haben einen Kaffee getrunken. Nach einem kurzen Aufenthalt sind wir in Aldi gegangen. Wir wollten abends zusammen ein bisschen was kochen und Hauke wollte noch Bier kaufen. Nach dem Einkauf ging es dann zu Hauke. Kurz ein bisschen was auf den Blog geschrieben und dann gab es ein Geburtstagsbier. Nach und nach sind auch die Mitbewohner von Hauke eingetroffen. Hatten aber alle keinen Hunger. Nun gut, da haben wir uns gedacht, kochen wir mal nicht den kompletten Einkauf.
Während wir geschnippelt haben wurde Hauke mit Glückwünschen seiner Mitbewohner überhäuft. Gastfreundlich wie der Norddeutsche eben ist bekamen auch alle prompt ein Bier. Alex der Engländer fing dann mit einem „Sauf“-Spiel an. Irgend ein misch aus diversen Kartenspielen. Ist aber sehr lustig. Das essen war neben her am kochen und wir haben mit dem Spiel begonnen. Wenn ich wir schreibe, dann meine ich Benedikt, Andreas, Alex, Mohamet und eben uns drei. Nach den ersten 2 Runden ging das Bier aus und wir haben beschlossen erst einmal was zu essen. Auf einmal hatten alle Hunger und es hat echt für alle gereicht. Es war auch ziemlich lecker. Alex hat uns darauf hin für nächste Woche zu irgend einem englischen Essen eingeladen. Bin mal gespannt was es dann gibt. Mohamet konnte es sich nicht nehmen lassen dann auch zu einem arabischen Essen einzuladen. Mich soll das nicht stören.
Nach dem ausgiebigen Mahl und der Feststellung das das Bier alle ist, wollten Andreas und ich zum Bottleshop latschen und noch mal Nachschub holen. Mohamet fand die Idee auch gut und bestellte ein Taxi. Er ließ sich von der Idee aber auch nicht mehr abbringen und sagte auch er wolle das Taxi zahlen. Wir sind dann echt mit dem Taxi zum Bottleshop gefahren. Ganz schön dekadent aber es war eine Erfahrung wert.
Wieder bei Hauke angekommen haben wir das Spiel des Engländers weitergespielt. Selbst das sprechen und Witze machen hat geklappt. Es war echt eine gesellige und vor allem lustige Runde. Denke das es genau das Richtige für Hauke zum Geburtstag war.
Auch der schönste Abend hat einmal ein Ende und ein noch böseres Erwachen.

Als wir drei uns dann heute an der Uni getroffen hatten, um brav unsere Vorlesung mitzunehmen, stellten wir fest, dass leichte Kopfschmerzen bei allen Vorhanden waren. Komisch oder? Da trinkt man ein vllt. auch zwei Bierchen und hat doch glatt am nächsten Tag leichtes Kopf AUA.
Die Vorlesung war ziemlich langweilig und der Prof ist echt schwer zu verstehen. Hey Andi jetzt weiß ich was du mit dem Akzent meinst. Mal schauen wie der dritte Prof morgen so ist.

Wünsche allen noch eine schöne Woche und lasst doch einfach mal Grüße auf dem Blog da. Zum Einen freuen wir uns etwas von netten Menschen zu hören und zum Anderen bekommen wir auf dem Wege auch mal mit wer den Weg zum Blog gefunden hat.

Greetz Semmel

Dienstag, 22. Juli 2008

Aktion

Heute hatten wir unsere erste Vorlesung. Robotics and Automation ist der Name der Veranstaltung. Die Einführung war echt in Ordnung und wir konnten dem Professor folgen. Er ist selber auch kein gebürtiger Australier, denke eher er ist Inder oder so. Zumindest mit keinem starken Akzent. Mal schauen wie das so weiter geht. Sollen bei Ihm auch ein Projekt abliefern. Soweit wir das verstanden haben einen selbst erfundenen Roboter. Bin mal gespannt.

Hey Tim, du wolltest doch Aktion. Nun gut… Wie haben Samstagnacht in Sydney gefeiert. Sind gegen acht Uhr hier in Wollongong zusammen mit Tom losgefahren. Unterwegs sind dann noch drei Freundinnen von Tom zugestiegen. In Sydney sind wir irgendwo ausgestiegen und in nen Pub oder so was gegangen (three wise monkeys). Nach 2 Bierchen in dem Laden ging es den Hafen entlang. Nen bissal hoch und runter. Nach dem noch 2 weitere Bekannte zu uns gestoßen sind ging es in die Oxfort-Street. Erst in nen Schuppen der sich Gaff nennt und dann zu späterer Stunde bzw. in den frühen Morgenstunden in diverse andere Läden. Seba hat herausgefunden, wenn man nicht weiter von einem Mädel angesprochen werden will muss man sich am Ohrläppchen ziehen. Soweit so gut.
Sind dann auch irgendwann mit dem Zug wieder heim gefahren und ziemlich genau 12 Stunden später wieder in Wollongong angekommen. Morgens um acht. HEHEHE.
Scheiße grade den Jetlag überwunden und dann so was. Sonntag haben wir dann noch bei uns nen bissal was gekocht. Hauke ist dann noch mit einem seiner Mitbewohner vorbeigekommen und wir haben nen schönen Abend verlebt.

Leider gibt es keine Fotos, da wir nicht wussten auf was wir uns einlassen und deswegen alle Wertsachen zuhause gelassen. Aber wir werden die Sache wiederholen.
Sydney war schon geil zu erleben, nur leider auch ziemlich teuer.
Wollen jetzt erstmal versuchen nen Job zu finden und dann mal schauen.

Ach ganz WICHTIG heute (Dienstag) sind wir nach der Vorlesung einkaufen gegangen und danach zu Hauke. Hier sitze ich auch grade und schreibe den Text. Aber was ich sagen will unser HANKY hat heute Geburtstag (GLÜCKWUNSCH) und das werden wir gleich ein wenig mit einem schönen Essen feiern. Vllt. packt der gute Hauke ja sogar noch ein Bier aus *freu*. Sobald es wieder was lustiges oder so gibt werde ich es aufschreiben.

Greetz und bis bald

Semmel

Samstag, 19. Juli 2008

Anregungen

Hey,
wollt mal butz Fragen welche Anregungen bzw. Verbesserungsvorschläge gibt es noch?
Laß euch mal aus und wir schauen was geht....


Greetz
AND ENJOY

Freitag, 18. Juli 2008

Tagesablauf



Also unser Tagesablauf sieht zur Zeit so aus. Zunächst einmal wach werden. Die Zeiten sind noch sehr unterschiedlich und schwanken je nach Form zwischen 3 und 7 Uhr morgens. Sonnenaufgang ist so um sechs Uhr. Nun gut es wird ein wenig gefrühstückt und dann der Fußweg zur Uni auf sich genommen. Sind nur so ca. 15 min. Dort werden dann Internet-Dinge erledigt und sonn Uni Krams halt.

Die Uni erreichen wir immer so zwischen 9 und 11 Uhr. Es geht dann weiter nach Hause oder inne Stadt. Mittlerweile ist es dann zwischen 13 und 14 Uhr. In die Stadt geht es eigentlich immer nur um sich zu orientieren und/oder Supermärkte zu finden/suchen die bei uns um die Ecke sind. Die Dinger sind echt ein wenig rar. Nach dem Einkaufen und weitern „unnützen“ Fußwegen um die Stadt zu erkundschaften geht es heim. Entweder wird bei Hauke etwas gekocht oder eben bei Seba und mir. Kochen wir bei uns ist Tom natürlich dabei. Echt ein spitzen Kerl. Hat mir ganz viele australische Bands vorgestellt. Wirft man einen Blick auf die Uhr, beginnen wir mit dem kochen so zwischen 17 und 18 Uhr. Zu dieser Zeit ist es draußen auch schon wieder dunkel. Hier gibt es eine riesen Auswahl an Gemüse und Obst. Aber viele genauso teuer/billig wie in Deutschland. Teilweise auch teurer. Nach dem Essen wird noch ne Runde gespült (aufgewaschen ;o)). Und gegen 20 Uhr kommt auch schon wieder die erste Müdigkeit durch und spätestens gegen 22 Uhr ruft das bett unheimlich laut.

Das Wetter ist hier ziemlich gut. Bis jetzt nur Sonnenschein, wobei die Temperaturen ziemlich schwanken. In der Sonne kann man es ganz gut im T-Shirt aushalten aber im schatten nur mit Pulli und sobald die Sonne weg geht am besten noch ne Jacke drüber. Nachts wird es schon noch ziemlich kalt und da es nur eine kombinierte Klimaanlage mit Heizungsfunktion gibt und die Australier generell noch nicht viel von Isolierung gehört haben, brauchen wir ne dicke Decke. Seba hat in den ersten Nächten richtig gefroren und sich ne kleine Erkältung zugezogen. Ist aber fast wieder weg. Tom hatte schon im Vorfeld für Decken gesorgt.

Gestern waren wir im Kino. Batman… Gott sei Dank sind solche Filme aufgrund der simplen Story auch ohne fundierte Sprachkenntnisse zu verstehen. Ein wenig erschrocken war ich, als ich Bier holen wollte und Tom mich nur fragen anschaute und meinte so was gibt es nicht im Kino. Bier ist generell ziemlich teuer. Aber eine Marke die schmeckt ist „Carlton Draught“. Nicht schlecht gestaunt haben wir auch als wir vor dem Kino in einem Restaurant waren. Ling Ling essen (so nennen Australier chinesisches Essen wenn kein Chinese anwesend ist, weiß aber auch nicht ob es so geschrieben wird). Was aber eigentlich schreiben wollte ist folgendes. Bei den doch sehr netten Australiern ist es gang und gebe für das reine öffnen eines Bieres Geld zu kassieren. Die wollten gestern doch glatte $2 haben. Auf die Frage ob wir es dann doch selber öffnen könnten gab es nur die Antwort das ist nicht üblich. Tom klärte uns auf und sagte das ist normal. Der Preis fürs öffnen kann bis zu 6 Doller betragen. Der Witz ist aber diese Gebühr kommt auf den Bierpreis oben drauf und das pro Person. Nun gut, sollte das mit dem Studium nix werden werde ich halt Falschenöffner.

Haben auch unser erstes Kursbuch. Es sieht echt interessant aus. Stehen viele Buchstaben und Rechnungen drinnen. Bin echt mal gespannt wie viel arbeit wir noch in der Freizeit in das Studium stecken müssen, alleine um dem Stoff folgen zu können. Ich hege die Befürchtung das Robotertechnik auch auf deutsch nicht leicht ist.

Seba und ich haben unser erstes eigenes Haustier. Eine White Back Spider. Die lebt auf unserer Terrasse ist abends immer zu sehen. Wir haben sie Erna getauft. Tom sagt die sei nicht gefährlich und kaum giftig, wenn sie dich beißt schwellen nur 2 Finger an. Gut wir waren anderer Meinung aber so unterschiedlich kann die Auffassung von giftig sein.
Greetz, Semmel

Nu noch ein paar Worte von mir. Unseren Tagesablauf hat Semmel ja schon recht anschaulich beschrieben. Hab eben noch meine restlichen Mitbewohner kennengelernt. Neu dazu gekommen ist ein Kenianer und Andreas, der aus dem Urlaub mit seiner Freundin wieder gekommen ist. Er ist ebenfalls Norddeutscher und kein Däne wie ich zuerst dachte (ist halt schwer zu verstehen was ein schnell sprechender Engländer einem erzählt).
Nu noch was für die Romantiker unter euch ( sorry Tim, Aktion kommt später ). Immer noch gebeutelt vom Jet- Lag bin ich am Mittwoch verdammt früh aufgewacht. Da ich nichts Besseres mit meiner Zeit anzufangen wusste, bin ich zum Strand gegangen, der ca. 3min von meiner Wohnung entfernt ist  und hab mir den Australischen Sonnenaufgang angeguckt. Ich muss sagen, echt sehenswert!! Ich hoffe die Bilder können es ansatzweise wiedergeben!
Soweit, so gut! Bis zum nächsten mal,
Hauke

Mittwoch, 16. Juli 2008

YEAH



Seba, Hauke und ich sind ANGEKOMMEN.
Nach einer sehr überhasteten Abreise meinerseits (wer hätte es anders erwartet). Hier ein kurzes Dankeschön an die lieben und netten Leute die zum einen den Freitag den Abschied versüßt haben, aber auch an die Leute die Samstag morgen noch dabei waren. Hey Mane, danke fürs Fensterputzen.
Nun gut, wollte noch eben nen bissal was zu der Reise erzählen. Nach dem wir pünktlich am Zug angekommen waren, sind wir bis Hamburg gefahren und haben uns überlegt die Reise Route zu ändern. Es ist ja zum Ausfall mehrerer ICEs auf der Strecke Köln  Frankfurt gekommen und da wir ankommen wollten sind wir dann entgegen der geplanten Route über Hannover gefahren. In Hamburg angekommen fingen die Kopfschmerzen an und es wurde kurzerhand ein neuer Sixpack gekauft. Nach mehreren Stunden Zugfahrt und mehr oder weniger geistreichen Konversationen und den dazugehörigen sinnfreien Filmen sind wir in Frankfurt angekommen. Ganz nach dem Lied „vollgepackt mit tollen Sachen..“ sind wir irgendwie von Frankfurt Süd zum Flughafen gekommen. Für uns Landpromenantzen wirklich beeindruckend groß. Beim einchecken ist dann aufgefallen, dass der sportliche Hauke übergewicht hat. Gott sei dank ohne weiter Konsequenzen. Während des Fluges nach Dubai haben wir das großzügige Angebot der Fluglinie genutzt. Zunächst mit ein wenig Schüchternheit, aber im weitern Verlauf in vollen Zügen. Apropos Dubai, es war scheissen heiß und es müssen schon Westfalen dort gewesen sein (na Felix weiß bescheid). Kurz nach dem Erreichen von Dubai ging es auch schon wieder Weiter in Richtung Bangkok. Danke Seba, einer muss ja der ORGA sein.
Während des Fluges haben wir eine nette Bekanschaft gemacht. Marta, aus dem Münsterland, verbringt auch ein Semester in Australien, allerdings in Sydney.
Endlich die erlösende Nachricht. Nach knapp 22 Stunden reine Flugzeit, Landung in Sydney, morgens 20 nach sieben. Die Kontrollen so wie erwartet ;o) hinter uns gelassen und angekommen. Da zur Zeit dort der Weltjugendtag ist, war es dem entsprechend voll. Noch ein paar nette Worte zu unserer ersten Bekannschaft und die Abmachung sich in Sydney mal am Wochenende zu treffen begeben wir uns auf den Weg nach Wollongong. Trotz unserer Bemühungen den richtigen Zug zu erwischen verpassen wir ihn um 2 min. Lange Rede kurzer sinn. Wir haben die Universität, mit all unserem Gepäck, gegen 12 Uhr Ortszeit und 3 Stunden Verspätung erreicht. Irgendwer kam auf die doofe Idee zu latschen (sorry Seba und Hauke). Nun ja vor Ort sind wir sehr nett aufgenommen worden und unsere Ansprechpartnerin sorgte für ein essen, das Gepäck konnten wir ihn Ihr Büro räumen. Unheimlich nett.
Es ist aber auch nicht alles nur Sonnenschein gewesen. Die Stimmung untereinander war schon ein wenig angespannt nach der langen Flugzeit. Zum Glück ist keiner von uns nachtragend. (nen kleiner Tipp am Rande, wenn ihr nen Passwort vergebt für wichtige Dinge die Ihr im Internet erledigen wollt und das auch noch an einem fremden Rechner… denkt dran es gibt Länder in denen es keine Umlaute auf den Tastaturen gibt….).
Nach der Einschreibung trennen sich Haukes und unsere Wege.* Für uns ging es weiter zu dem Makler. Dort angekommen wartete schon Tom auf uns. Tom ist Australier der sich mit uns das Haus teilt. Seba hatte den Kontakt im Vorfeld der Reise hergestellt und alles abgeklärt. Einfach Klasse was so ein kleiner BAYER alles kann. Eine Knappe halbe Stunde später …. Ankommen im neuen Zuhause. Abends ist dann Hauke noch rum gekommen und ist zusammen mit Tom und Seba noch kurz inne Stadt. Ich konnte nicht mehr und bin im sitzen eingepennt. Nach gefühlten 10 min wurde ich von Hauke sehr zärtlich geweckt. Es gab noch Lasagne vorbereitet von Tom. Einfach geil wie ein völlig Fremder sich um die Ankunft anderer völlig Fremder kümmert.
Dienstag haben wir uns um die Einschreibung unserer letzen Kurse gekümmert. Hoffentlich hat das jetzt geklappt. Danach versucht das Campuseigene Internet zu verwenden. Hat auch geklappt und dann zu fuß durch Wollongong. Von links nach rechts und zurück. Einmal am Strand längs gegrätscht und zu Haukes Butze. Nach einem leckern Essen sind Seba und ich dann auch nach hause gelatscht und uns vorgenommen heute weniger zu machen. Einfach mal in Ruhe ankommen. Ich muss sagen, dass ich abends immer noch absolut im Arsch bin.
Der plan für heute is, erst einmal den Blog zu eröffnen und Tom wollte uns die wichtigsten Orte in Wollongong zeigen. Wenn es klappt auch ins Wasser jumpen. Bin mal gespannt. Aber eines steht fest, wir haben alle keinen Bock mehr zu latschen….
Greetz und bald gibbet wieder was neues
Semmel
Anbei an Großes DANKESCHÖN an alle.

* Bin dann auch erstmal zu meiner Unterkunft gefahren wo ich bereits erwartet wurde. Musste dann leider feststellen, dass ich nur mit Kerlen zusammen wohne.  Aber die Jungs sind schwer in Ordnung. Mit mir eingeschlossen sind wir 5 Nationalitäten. Ein Engländer, ein Araber, ein Franzose, ein Däne und ich natürlich. Der Sechste kommt erst in 2 Wochen.
Nach einer ausgiebigen Dusche und dem einrichten meiner „Zelle“ ging’s dann auch schon weiter zu Seba und Semmel. Seba und ich sind dann noch mit Tom ein Bier trinken gegen. Semmel hatte es zudem Zeitpunkt schon zerrissen! Haben mit Erschrecken feststellen müssen, dass Bier verdammt teuer ist wie eigentlich alles hier unten (bis auf Rindfleisch und Tomaten)! Nachdem ich dann Abends noch eine halbe Stunde gebraucht hab um meine Wohnungstür auf zu schließen endete dann auch mein Tag.
Gruß an alle und bis bald
Hauke